m1 (turm4)
 
Monday, 30. October 2006


PROGRAM NOVEMBER 2006


NOVEMBER 7, 2006 TUESDAY

At 14.00 at M1

READING THE TEXT by KIRSTEN FORKERT

PART OF THE PROJECT PROCESS OF PRODUCTION OF KNOWLEDGE

»Can Post-Studio Art School Function as a Place of Resistance in an
Immaterial Economy?«

Kirsten Forkert: "My text will explore the contradictions of post-studio
practices in relation to the academy in the present political climate. These
contradictions have to do with art's commodity value as well as the role of
the artist in relation to another figure, the white collar professional.
Some of these contradictions, I feel, are historical and about conceptual
art as both symptom and response to the certain political and economic
shifts. The figure of the artist as a white collar professional is one that
haunts me and is one of my primary motivations for this text."

Copies will be availbale from 30.10.2006, distributed by Gerhard Gleich or Kevin Dooley.

November 7, 2006 TUESDAY

AT 20.00 at M1

GUEST LECTURE FROM THE SERIES PRODUCTION OF KNOWKLEDGE

GUEST: Marion von Osten, Prof. Akbild Wien

Marion von Osten ist Künstlerin, Autorin und Ausstellungsmacherin. Nach
einem kurzen Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und
Literaturwissenschaften an der Universität Bochum studierte sie Freie Kunst an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Seit Anfang der 90er Jahre partizipierte sie an internationalen Ausstellungsprojekten zu Technologiekritik, Feminismus und Ökonomie und publiziert regelmäßig im Kunst- und Wissenschaftskontext. Von 1996-1998 war sie Kuratorin an der Shedhalle Zürich und organisierte dort u.a. Projekte wie »Sex&Space«,
»SUPERmarkt« oder »MoneyNations«. Sie hat eine Professur für künstlerische
Praxis an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich und seit 2001 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin des ith/Institut für Theorie der Gestaltung und Kunst Zürich, organisiert Veranstaltungsreihen,
Ausstellungsprojekte und Symposien und forscht zum Verhältnis von Kultur,
Ökonomie und Geschlechterverhältnissen. Mit Kathrin Rhomberg, Direktorin des
Kölnischen Kunstvereins, leitet sie 2002-2005 das , ein Initiativprojekt der Kulturstiftung des Bundes.

<reformpause>

Marion von Osten

Vor dem Hintergrund der aktuellen Universitaetsreform und der populistischen Debatten um sog. Bildungsnotstaende haben die Kuenstlerin Marion von Osten
sowie DozentInnen und Studierende der Kunst- und Bildwissenschaften der
Universitaet Lueneburg die Geschichte der Bildungsreformen seit den 60er
Jahren bis heute wie auch die Kritiktradition an universitaeren
Wissensraeumen recherchiert und nach ihrer Anschlussfaehigkeit zu heutigen Debatten befragt. Mit der Analyse der Papiere der Bologna Konferenz und dem damit verbundenen europaeischen Reformprozess sowie den Thesen zum "Neuen Geist des Kapitalismus" von Luc Boltanski und Eve Chiapello wurde im Wintersemester 2005/ 06 ein mehrstufiges Seminar begonnen. Es untersuchte, ob und in welcher Weise Modelle der 60er und 70er Jahre den heutigen Veraenderungsprozessen als Vorbild dienten (insbesondere gemaess der Cité der Inspiration und der projektorientierten Cité im Sinne von Boltanski/Chiapello), um den aktuellen Umbau von Bildungsinstitutionen zu legitimieren. Es widmete sich auch der Frage, ob es sich dabei um einen primaer oekonomisch orientierten Wandel handelt, dem eine Markt- und
Effizienzideologie (entsprechend den Cités der Industrie und des Marktes)
zugrunde liegt, die eine Re-disziplinierung von Studierenden und DozentInnen versucht sowie auf eine zusaetzliche Buerokratisierung der Strukturen hinauslaeuft. Eine weitere Hypothese, die verfolgt wurde, sieht im gegenwaertigen universitaeren Wandel partiell eine neokonservativ fundierte Rueckkehr zur hierarchischen Ordinarienuniversitaet der 1960er Jahre.

Fuer die Ausstellung im Kunstraum wurde eine neue Arbeit entwickelt, welche die Debatten und Strategien einer umfassenden Mobilisierung zur
Wissensgesellschaft bereits in den 60er und 70er Jahre nach verfolgt.
Veranstaltung und Ausstellung im Mai nehmen somit auch auf historische und aktuelle Kaempfe um eine alternative Wissensproduktion Bezug. Denn die Frage, die mit den aktuellen Reformprozessen und der Standarisierung des Studiums einhergeht, lautet, welche Praktiken anderer Wissensraeume heute
produktiv fuer neue Subjektivitaeten, Allianzen und Koalitionen sein
koennten und wie aus dieser Perspektive heute eine angemessene Kritik an Bildungskonzepten und Reformen zu etablieren waere. Dazu wird ein Workshop vom 19. - 20. Mai veranstaltet, an dem geladene Gaeste aus ihren Forschungs- und Aktionsfeldern berichten. Eine Publikation der Beitraege ist
geplant.

<reformpause> wird auf Grund der Aktualitaet der Debatte waehrend der
Ausstellungszeit in den Campus intervenieren, mit einer Plakat- und
Wandzeitungsaktion und einer Filmreihe. Die Wandzeitung, die das Format der Zeitung <plakat> aus der Studentenbewegung der 70er Jahre aufgreift, ist auf der Rueckseite im Zeitungslayout und auf der Vorderseite als Siebdruckplakat
gestaltet. In der Lueneburger <plakat> Ausgabe stellen Studierende ihre Recherchen und Texte zu den folgenden Themenschwerpunkten

vor: Chancengleichheit / Bildungsnotstand, Humankapital / Das Subjekt der Bildungs-Reform, Neue Anforderungsprofile / Mobilitaetsimperativ, Studentenproteste 68 ff / Die europaeische Dimension: Der Bolognaprozess und
seine politische Instrumentalisierung. Die Zeitung des Projektes diskutiert,
wie und mit welchem Vokabular derzeit Universitaeten reformiert werden sollen und auf welchen historischen Traditionen diese Argumentation beruhen.

An verschiedenen oeffentlichen Orten (Hoersaele, Kunstraum, Seminarraeume) wird ein <pausenkino> programmiert, in dem die Auseinandersetzung und Kritik
an Bildungsinstitutionen und - konzepten durch historische und aktuelle Film- und Videoarbeiten auf den Campus zurueckgetragen wird. Die Filmauswahl wird von Marion von Osten in Zusammenarbeit mit Madeleine Bernstorff zusammen gestellt. Filme im <pausenkino> von:

Claudia Alemann, Lindsay Anderson, Danielle Huillet & Jean-Marie Straub,
MeineAkademie, Daniel Schmid, Gus van Sant, Cecilia Wendt und Frederick
Wiseman.

Kunstruam lüneburg

OPEN TO GENERAL PUBLIC

NOVEMBER 8, 2006 WEDNESDAY

At 11.00 at M1

Class presentations

Regina Wuzella

Tilman Wagner

NOVEMBER 8, 2006 WEDNESDAY

At 16.00 at M1

GUEST LECTURE FROM THE SERIES PRODUCTION OF KNOWKLEDGE

RESEARCH GROUP ON BLACK AUSTRIAN HISTORY

GUEST LECTURERS:

Araba Evelyn Johnston-Arthur
African studies, political science, sociology, and law in Vienna,
Ghana/Legon and London. Co-founder of PAMOJA-Bewegung der jungen
afrikanischen Diaspora in Österreich; publishes about black austrian
history, genderspecific construction of blackness, institutional racism and
antiracism. Teaches at the University of Vienna and at the Academy of Fine
Arts.

Belinda Kazeem
Works in Verein Schwarze Frauen Community (SFC), studies international
development and theatre-, film- and media-science. Member of Recherchegruppe
zu Schwarzer österreichischer Geschichte und Gegenwart in the framework of Verborgene Geschichte/n - Remapping Mozart (2005-2006).

Lecture coordinated and moderated by Katharina Morawek

"By founding a Black research group we are thereby recovering displaced
knowledge about the black Austrian history, building up a space for it and
for us, black people in this country. Crucial for this counter-history
writing is the black perspective, which lets us to reconstruct hidden
(his)stories: visionary history writings far beyond voyeuristic
representations of the 'exotic other,' that is emancipated from usual
racisms and sexisms. A history writing that doesn't define black people as
exotic objects and anomalies, but as subjects, being an integral part of
Austrian history. Even though black history of this country stays
fragmentary in the end, we - as black researchers - are not afraid of asking
for aspects that cannot be reconstructed and of creating possible counter historical concepts. The aim of the research group, to crack up
invisibilities and open new grounds for history writings, is therefore
inseparably connected with processes of self-definition, and of making
visible and audible the black Austrian experience and presence in a
(self-)determined way. Thereby, the research group merges artistic and
scientific positions and connects different contexts of experiences and
knowledge." (Text edited)

Recherchegruppe zu Schwarzer österreichischer Geschichte

Araba Evelyn Johnston-Arthur
Studium der Afrikanistik; Politikwissenschaft, Soziologie, Jus in Wien, Ghana/Legon und London. Mitbegründerin von PAMOJA-Bewegung der jungen afrikanischen Diaspora in Österreich; publiziert zu Schwarzer österreichischer Geschichte, genderspezifischer Konstruktion von Schwärze, institutionellem Rassismus und Antirassismus. Lehrbeauftragte der Universität Wien und der Akademie der bildenden Künste Wien.

Belinda Kazeem
Projektmitarbeiterin beim Verein Schwarze Frauen Community (SFC). Studentin der Internationalen Entwicklung und Theater-, Film- und
Medienwissenschaften. Mitarbeiterin der Recherchegruppe zu Schwarzer
österreichischer Geschichte und Gegenwart im Rahmen von Verborgene
Geschichte/n - remapping Mozart (2005-2006)

"Durch die Gründung einer Schwarzen Recherchegruppe sind wir nun dabei,
verdrängtes Wissen über die Schwarze österreichische Geschichte zu bergen,
ihm neuen Raum zu verschaffen und uns dadurch als Schwarze Menschen in
diesem Land neu zu verorten. Entscheidend bei dieser
Gegengeschichtsschreibung ist die Schwarze Perspektive, aus der wir
versuchen, diese verborgenen Geschichte/n zu rekonstruieren: eine visionäre Geschichtsschreibung jenseits voyeuristischer Darstellungen der "exotischen Anderen", befreit von gängigen Rassismen und Sexismen. Eine Geschichtsschreibung, die Schwarze Menschen nicht mehr als exotische Objekte
und Ausnahmeerscheinungen, sondern vielmehr als Subjekte und als Bestandteil österreichischer Geschichte neu verortet. Und obwohl die Schwarze Geschichte dieses Landes letzten Endes bruchstückhaft bleibt, scheuen wir als Schwarze RechercheurInnen nicht davor zurück, Fragen aufzuwerfen nach Aspekten, die
sich nicht mehr rekonstruieren lassen, sowie mögliche historische
Gegenentwürfe zu zeichnen. Das Ziel der Recherchegruppe, hier
Unsichtbarkeiten aufzubrechen und neue Wege der Geschichtsschreibung zu beschreiten, ist also untrennbar mit Prozessen der Selbstdefinition
verbunden, mit dem (selbst-)bestimmten Sichtbar- und Hörbarmachen Schwarzer
österreichischer Erfahrungen und Gegenwarten. Dabei vereinigt die
Recherchegruppe künstlerische und wissenschaftliche Positionen und setzt
unterschiedlichste Erfahrungs- und Wissenskontexte miteinander in
Beziehung." (Text gekürzt)

OPEN TO GENERAL PUBLIC

13-17 NOVEMBER 2006

SEMINAR ON FILM BY PROFESSOR HARUN FAROCKI

21-26 NOVEMBER 2006

RESEARCH TRIP; PRODUCTION OF KNOWLEDGE

PROJECT OF EXCHANGE WITH STUDENTS and GENERAL PUBLIC IN PRISHTINA, & TAKING PART at the 4th MSE CONFERENCE IN PRISHTINA, KOSOVA

This project of exchange, learning and participation by the students of the
Academy of Fine Arts Vienna, Post Conceptual Art Practices Class (Prof. Dr.Marina Grzinic) in Prishtina was made possible with funds and support by ERSTE STIFTUNG, Vienna.

Participant(s) on MSE-Meeting: Prof Dr. Marina Grzinic/ Assistant Prof.
Gerhard Gleich Students: Lina Dokuzovic / Kevin Dooley / Veronika Eberhart /Eva Egermann /Mike Fleischner / Eduard Freudmann / Can Gülcü / Ana Hoffner / Ivan Jurica /David Kellner / Christoph Kolar / Lisa Lnenicka / Martina Lunzer Brem /
Katharina Morawek / Peter Muzak / Stefan Pedersen / Michael Pötschko / Lillo Reissert / Tomasch Schoiswohl / Ruth Weismann / Barbara Wilding / Tina Wimmer / Regina Wuzella / Kasper Akhøj



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